Pressemitteilung der BELTRETTER zum Anhörungsverfahren

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Fehmarnbel-Tunnel: Betroffene kritisieren Mammutprojekt und „vorgegaukelte Bürgerbeteiligung“

Fehmarn, 08. November 2015 – BELTRETTER rechnen mit einer – von der Landesregierung wohl beabsichtigten – geringen Beteiligung an den morgen startenden Erörterungsterminen +++ Mehr als 2.000 Menschen sagen Ministerpräsident bereits online ab und schreiben: „Vorgegaukelte Bürgerbeteiligung? Ohne mich!“ +++ BELTRETTER schalten Zeitungsanzeige am Sitz der Bundesregierung: „Finger weg vom Fehmarnbelt!“

Die BELTRETTER (http://beltretter.de/), ein Zusammenschluss von mittlerweile 35 Vereinen, Initiativen und Unternehmen für die Zukunft der Urlaubsregion Ostholstein und gegen das geplante Megaprojekt Fehmarnbelt-Tunnel, kritisieren die an diesem Montag in Kiel startenden Erörterungstermine als „vorgegaukelte Bürgerbeteiligung“. Mit der großen Ferne des bewusst gewählten Ortes zur geplanten Großbaustelle auf Fehmarn und zu den Betroffenen selbst solle die Beteiligung offenbar gering gehalten werden. Ziel sei wohl, den Widerstand gegen das Mammutprojekt vor Ort möglichst klein wirken zu lassen. „Wir werfen Ministerpräsident Albig vor, die versprochene Bürgerbeteiligung nur vorzutäuschen und die Befürchtungen so vieler Menschen in Schleswig-Holstein offenbar nicht ernst zu nehmen. Wir rechnen damit, dass nur verhältnismäßig wenige Menschen die lange Fahrt nach Kiel und zurück in Kauf nehmen werden. Vor allem, weil die Erörterungen womöglich über Wochen gehen werden und bislang partout nicht mitgeteilt wird, an welchen Tagen genau welche Einwendungen und Befürchtungen Thema sein werden“, so Karin Neumann, Sprecherin der BELTRETTER.

Seit wenigen Tagen läuft eine Online-Unterschriftenaktion, mit der Menschen, die sich betroffen fühlen, Ministerpräsident Albig sozusagen absagen können (http://tinyurl.com/pa9lkzz). Dort heißt es: „Vorgegaukelte Bürgerbeteiligung? Ohne mich!“. Innerhalb kürzester Zeit haben mehr als 2.000 Menschen unterschrieben, darunter neben vielen Betroffenen auch Ostholstein-Urlauber, die um die Zukunft ihres Urlaubsziels fürchten. Und minütlich kommen weitere Unterschriften hinzu. Neben den zigtausend blauen Kreuzen in Form von Autoaufklebern und selbstgebauten Holzkreuzen, mit denen der Protest in Schleswig-Holstein bereits sichtbar geworden ist, lassen die BELTRETTER jetzt am Montag den Widerstand gegen das Mammutprojekt inklusive zum Beispiel geplanter Güterbahntrasse entlang holsteinischer Badeorte und einer geplanten Autobahn über die Insel Fehmarn jetzt am Sitz der Bundesregierung sichtbar werden.

Eine halbseitige Anzeige in der Berliner Tageszeitung „Tagesspiegel“ zeigt die Merkel-Raute und fordert auf: „Finger weg vom Fehmarnbelt!“ Darunter heißt es: „Der Norden wehrt sich! Gegen eine drohende Ökokatastrophe, verursacht durch ein unwirtschaftliches Megaprojekt: den Fehmarnbelt-Tunnel. Eine ganze Region kämpft dagegen an. Sind Sie dabei?“

Die BELTRETTER schalten eine halbseitige Anzeige im Berliner Tagesspiegel – unmittelbar am Sitz der Bundesregierung
Die BELTRETTER schalten eine halbseitige Anzeige im Berliner Tagesspiegel – unmittelbar am Sitz der Bundesregierung

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